Hausaufgabenkonzept für OGS-Kinder

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Liebe Eltern der OGS-Kinder unserer Schule

 

 

Nachfolgend möchten wir den Eltern unserer Schule unsere Meinung und unseren Ansatz für einen `guten´ Umgang mit Hausaufgaben vorstellen und näher bringen:

Vordergründig  ist es uns sehr wichtig, dass Lehrer, OGS-Mitarbeiter und Eltern im Interesse der Kinder zusammenarbeiten.

Wir arbeiten in allen Klassen mit Lernzeitplänen. Diese wurden in Kooperation zwischen allen Lehrkräften und den OGS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erarbeitet. Im Rahmen der Hausaufgaben-Lernzeiten hilft dieser Plan Hausaufgaben mit Erläuterungen als klare Vorgabe zu haben. Darüber hinaus bietet er allen eine gute Übersicht.

An unserer Schule haben wir die Vereinbarung den Kindern während der Hausaufgabenzeit (Lernzeiten) im Rahmen unserer Möglichkeiten Unterstützung und Hilfestellung zu geben. Lehrer und OGS-Mitarbeiter betreuen die Hausaufgabenzeiten teilweise sogar im Team. Den Kindern wird genügend Zeit eingeräumt, um die Aufgaben bewältigen zu können, wenn sie konzentriert arbeiten.

Wir bemühen uns dabei stets darum eine angenehme Lernatmosphäre zu schaffen und die Motivation und Arbeitsbereitschaft durch viel Lob und positive Bestärkung aufrecht zu erhalten.

Zwischen OGS-Mitarbeitern und Lehrern gibt es einen regelmäßigen Austausch über Schwierigkeiten oder Auffälligkeiten, die bei der Bearbeitung der Hausaufgaben aufgetreten sind. Alle Bemühungen zielen darauf ab, die Kinder nach ihren individuellen Bedürfnissen zu fördern und zu fordern.

Die Hausaufgabenbetreuer lassen sich nach der Bearbeitung die erledigten Hausaufgaben in der Regel von den Kindern zeigen. Diese werden nach Möglichkeit in Gänze oder zumindest stichprobenartig kontrolliert. Wenn verstärkt Fehler auftreten, erhält der Klassenlehrer Rückmeldung, dass die Schülerin oder der Schüler einen Lerninhalt noch nicht verinnerlicht hat. Auch die Eltern werden über das Mitteilungsheft informiert. Aufgrund des Personalschlüssels ist es nicht möglich alle Aufgaben von jedem Kind detailliert zu überprüfen. Das ist seitens der Regierung auch nicht vorgesehen.

Letztlich sollte das Augenmerk darauf gelegt werden, dass Kinder Lerninhalte erfassen, anwenden und übertragen können. Für uns ist es wichtig das Lernverhalten der Kinder zu sehen und sie bei diesem Prozess zu begleiten, zu unterstützen und sie in ihrem Denken anzuregen und herauszufordern.

Während der Hausaufgabenzeit bemühen wir uns um eine bestmögliche Förderung und Unterstützung jedes einzelnen Kindes. Das ist uns sehr wichtig und wird im Rahmen unserer Möglichkeiten in der täglichen Arbeit praktiziert.

 

Ihnen als Eltern kommt in Bezug auf die Hausaufgaben jedoch auch eine sehr wichtige Rolle zuteil.

Uns ist es ein großes Anliegen, dass Sie sich täglich zu Hause die Hausaufgaben zeigen lassen. Die Kinder erfahren dadurch ihr Tageswerk als bedeutsam und wichtig. Eine Würdigung durch die Eltern erfahren Sie als Wertschätzung.

Loben Sie daher Ihr Kind, wenn alle Aufgaben vollständig und gut erledigt wurden. Fragen Sie nach und zeigen Sie Interesse.

Natürlich ist es teilweise auch notwendig, Kritik zu üben, beispielweise bei sehr unsauberer Bearbeitung.

Durch die regelmäßige Durchsicht der Hausaufgaben sind Sie stets auf dem aktuellen Stand über die Lerninhalte und den Lernzuwachs Ihres Kindes. Außerdem erkennen Sie frühzeitig mögliche auftretende Schwierigkeiten und können direkt darauf reagieren.

 

Darüber hinaus gibt es auch Hausaufgaben, die nicht seitens der OGS durchgeführt werden können:

Lese-Hausaufgaben:

Spätestens ab dem 2. Schuljahr sollte jedes Kind am Tag 15-20 Minuten lesen. Die beste Möglichkeit um das Lesen zu lernen oder zu trainieren ist das laute Vorlesen. Aus diesem Grund sollten Eltern wirklich täglich mit ihrem Kind lesen. Oftmals teilen sich Eltern und Kinder das Lesen ein, so dass beispielweise ein Elternteil eine Seite liest und das Kind die darauf folgende. Alle Lese-Hausaufgaben, die von den Lehrern aufgegeben werden, müssen zu Hause gemacht werden.

1×1-Reihen lernen / Kopfrechentraining:

Zum Ende des 2. Schuljahres hin lernen die Kinder die 1×1-Reihen. Diese müssen intensiv geübt werden, häufig auch noch wiederholend bis zum vierten Schuljahr. Das 1×1 ist ein wichtiger Bereich der mathematischen Grundkenntnisse und ist für die weitere Schullaufbahn von großer Bedeutung. Alle Kopfrechentrainings kann man gut bei Bus- oder Autofahrten zum Zeitvertreib einbinden. Man kann es auch mit sportlichen Aktivitäten verbinden. Lernen soll ja auch Spaß machen!

 

Seitens der Lehrkräfte erhalten Sie immer die Informationen über Hausaufgaben die ausschließlich zu Hause ausgeführt werden können und müssen. Weiterhin können Sie sich gerne zu möglichen Übungen beraten lassen.

 

Für den Fall, dass Kinder ihre Hausaufgaben nicht vorlegen können, gibt es an unserer Schule festgelegte Vorgehensweisen.

Im ersten Schritt wird hinterfragt, warum das Kind die Hausaufgaben nicht gemacht hat. Teilweise haben Kinder eine schlechte Tagesform, sind müde und haben Konzentrationsschwierigkeiten. Dann wird der Klassenlehrer darüber in Kenntnis gesetzt und reagiert individuell entsprechend. Möglich ist auch, dass ein Kind durch die Aufgaben über- oder unterfordert ist. Bei diesen Fällen ist ein Austausch zwischen OGS-Mitarbeitern, Lehrern und Eltern notwendig, um dem Kind zukünftig besser gerecht zu werden.

 

Wenn es keinen offensichtlichen Grund gibt und Kinder trotzdem ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben, erhalten Sie als Eltern eine schriftliche Information. Sind die Hausaufgaben mehr als drei Mal nicht gemacht, wird ein Gespräch mit den Erziehungsberechtigen gesucht. Vereinbarte Aufgaben müssen dann über das Wochenende nachgeholt und montags vorgelegt werden.

 

Wir hoffen weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit im Sinne der Kinder.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

das Lehrerteam und das OGS-Team der GGS Büscherhof